Grubenhaus am Petersteich
Der damalige Erste Kreisrat des Landkreises Helmstedt, Hans Werner Schlichting, hat im Beisein der früheren Kreisarchäologin Frau Dr. Bernatzky sowie zahlreicher Besucherinnen und Besucher das von der ehrenamtlichen archäologischen Arbeitsgemeinschaft liebevoll rekonstruierte Grubenhaus am Petersteich eröffnet.
Bisherige Untersuchungen ergaben, dass auf diesem Areal zwischen 800 und 1200 nach Christus ein Dorf gestanden hat, vermutlich eine Ansiedlung von Hörigen. Dass die Ausgrabungen und die Errichtung des Grubenhauses begonnen und zu Ende geführt werden konnten sei – neben dem überragenden Engagement der Ehrenamtlichen der archäologischen Arbeitsgemeinschaft - ganz maßgeblich der Förderung der Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz und der Braunschweig Stiftung zu verdanken, so Schlichting.

Eröffnungsrede beim Grubenhaus am Petersteich
Möge das Haus und sein Umfeld mit Aktionstagen zum mittelalterlichen Handwerk, Seminaren, Führungen und Schulklassenangeboten ein fester Bestandteil der kulturtouristischen Angebote im mittelalterlichen Kaiserland zwischen Elm und Dorm werden, wünschte sich seinerzeit der Erste Kreisrat. Auch dass es dem Haus gelingen möge, eine Brücke zu schlagen, die zahlreiche Besucher zu einer kleinen Zeitreise ins Mittelalter einlädt. „Die mit dem Areal am Petersberg gezeigten einfachen Lebensverhältnisse der abhängigen Landbevölkerung bilden ein eindrucksvolles Gegengewicht zum Glanz des Kaiserdoms. Hier werden die Menschen gewürdigt, die die breite Basis der mittelalterlichen Gesellschaft bildeten und ohne die kein König, Kaiser und Kaiserdom denkbar waren“, erläuterte Schlichting in seiner Eröffnungsrede des mittelalterlichen Grubenhauses.


