Großsteingrab am Dorm bei Groß Steinum
Am Waldrand des Dormes liegt in landschaftlich reizvoller Lage ein rekonstruiertes Großsteingrab aus Knollenquarzit, das 1950 ausgegraben worden ist.
Zufahrt:
Von Groß Steinum die Landstraße Richtung Beienrode. Hinter dem Ortsausgang am zweiten geteerten Feldweg rechts dem touristischen Hinweisschild folgen. Vom Parkplatz aus den Wegweisern folgen: am Waldrand rechts den schmalen Weg ca. 250 m bis zum Großsteingrab.
Das Großsteingrab am Dorm
Das Großsteingrab steht nicht am ursprünglichen Standort. Die 17 Steine wurden 1950 und 1951 200m südwestlich vom jetzigen Standort durch den damaligen Landesarchäologen Dr. Alfred Tode auf einem Acker ausgegraben. Sie waren sehr stark verlagert, da sie in der Neuzeit immer wieder vergraben worden waren, wenn sie beim Pflügen störten. Eine sichere Rekonstruktion war deshalb nicht möglich. Bei der 1960 erfolgten Rekonstruktion der Grabkammer orientierte sich der Ausgräber weitgehend am gut erhaltenen Grab der Lübbensteine bei Helmstedt. Er rekonstruierte eine Kammer mit fünf Paaren von Trägersteinen, 2 Giebelsteinen und 4 Decksteinen.
Ein Großsteingrab zieht um
In einem frühen Versuch zur experimentellen Archäologie wurden die Steine 1952 vom Grabungsplatz zum Dormrand versetzt. Bei hart gefrorenem Boden und leicht angetauter Schneeedecke bewegten die Einwohner Groß Steinums die Felsbrocken mit Hebebäumen. Starken Seilen und Baustammrollen auf einen Schltten, der dann von einem Ochsengespann bis zum Waldrand gezogen wurde. Weitere Informatinen zum Bau der Monumente erhalten Sie auf dem Lehrpfad "Baustelle Großsteingrab".
Großsteingräber zwischen Elm und Dorm
Die Lübbensteine sind heute die einzigen am ursprünglichen Standort erhaltenen Großsteingräber in der Helmstedter Region. Durch Ausgrabungen, historische Quellen und Flurnamen ist bekannt, daß zwischen Groß Steinum und Helmstedt einst eine Vielzahl solcher Monumente weithin sichtbar das Landschaftsbild prägten.
Was ist ein Großsteingrab?
Die monumentalen Gräber aus großen Gesteinsblöcken waren gemeinsame Bestattungsplätze einer Großfamilie oder Sippe. Sie waren heilige Plätze, wo in Ritualen die Gemeinschaft mit den Ahnen gepflegt wurde. Der Bau der Großsteingräber bedeutete eine enorme Leistung der gesamten Siedlungsgemeinschaft. Über den Bau dieser Monumente mit den einfachen technischen Hilfsmitteln der Steinzeit können Sie sich auf dem archäologischen Lehrpfad "Baustelle Großsteingrab" in Groß Steinum informieren.
Ein Großsteingrab bestand aus der Grabkammer und einem Erdhügel, der darüber aufgeschüttet war. Dieser konnte von einer äußeren Steinumfassung begrenzt sein.



