Sie setzt die lange Reihe erfolgreicher Kooperationen des Zonengrenzmuseums mit der Stiftung fort.
Vor nunmehr 80 Jahren wurden in der sowjetisch besetzten Zone Deutschlands die Sozialdemokratische Partei Deutschlands und die Kommunistische Partei Deutschlands zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands vereinigt. Dieser Zusammenschluss im April 1946 erfolgte unter dem massiven Druck der sowjetischen Militärregierung. Bereits lange vor der Gründung der beiden deutschen Staaten wurden damit wichtige Weichen für das politische System im Osten Deutschlands gestellt. Tief griff die SED in den folgenden Jahrzehnten in das Alltagsleben der Menschen ein.
© Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-DiktaturAuf allen gesellschaftlichen Ebenen wurden politische Herrschaft und Unterdrückungsinstrumente mit der Parteistruktur verflochten. Nur sehr wenige parteifreie Nischen verblieben den Bürgern der DDR. Die SED bestimmte Politik, Wirtschaft und Justiz ebenso wie das Privatleben. Die Mechanismen ihrer Herrschaft stehen in der Ausstellung im Mittelpunkt.
Es wird sichtbar gemacht, wie die Partei ihr Machtmonopol mit Hilfe von Polizei, Justiz und Staatssicherheit absicherte und zugleich ein System sozialer Abhängigkeiten und Gewöhnung schuf. Es werden darüber hinaus die Widersprüche des Lebens in der Diktatur zwischen Überzeugung und Anpassung, Idealismus und Opportunismus thematisiert.
Zeit und Ort
Die Sonderausstellung ist vom 18. Juni 2026 bis zum 01. November 2026 im Zonengrenzmuseum Helmstedt am Südertor 6 in 38350 Helmstedt zu sehen.
Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Zonengrenzmuseums bei freiem Eintritt besucht werden.
Das Museum ist dienstags, donnerstags und freitags von 14:00–17:00 Uhr und mittwochs, samstags und sonntags von 10:00–17:00 Uhr geöffnet.

