Gegen 15:00 Uhr gingen bei der Rettungsleitstelle Wolfsburg-Helmstedt Notrufe ein. Danach hatten mehrere Autofahrer im Stau auf der A2 Probleme mit der Hitze in ihren teilweise nicht klimatisierten Fahrzeugen. Mindestens zwei Personen mussten wegen eines Kreislaufkollapses behandelt werden. Außerdem blieben mehrere Fahrzeuge liegen. Grund für den Stau war die Baustelle auf der A2 und eine Tagesbaustelle, die eine Vollsperrung an den Abfahrten Helmstedt Marienborn bzw. Eilsleben erforderlich machte. In Richtung Magdeburg bildete sich daraufhin am späten Nachmittag ein kilometerlanger Stau auf der A2, an der Abfahrt Helmstedt Zentrum und auf der B1.
Aufgrund der geografischen Lage staute sich die Hitze bei Helmstedt bei hochsommerlichen Temperaturen von zum Teil deutlich über 30 Grad.
Da die Rettungsleitstelle fürchtete, die Lage könnte sich noch verschärfen, richtete Erster Kreisrat Torsten Wendt kurzfristig einen kleinen Krisenstab ein. Mitglieder waren neben Wendt der Kreisbrandmeister Maik Wermuth, Abschnittsleiter Stefan Müller, David Joho von der DRK Kreisbereitschaft sowie Rettungsdienstleiter Thomas Gröpke.
Der Stab organisierte in kurzer Zeit mit Hilfe örtlicher Supermärkte und des DRK eine Getränkeausgabestelle am alten Zollgelände direkt an der A2 und sorgte für bereitstehende Rettungswagen. Deren Besatzungen mussten keine Notfälle mehr behandeln. Viele Autofahrer hatten jedoch keine oder nicht ausreichend Getränke in ihren teilweise nicht klimatisierten Fahrzeugen und nahmen die Hilfe sehr dankbar an.
Mit Abflauen der Hitze und kürzer werdendem Stau konnte der Einsatz gegen 20:45 beendet werden.
Der Landkreis dankt allen Einsatzkräften der Feuerwehr, des DRK, der Johanniter und den örtlichen Supermärkten für die schnelle Hilfe. Vorsicht ist besser als Nachsicht! Angesichts des bevorstehenden Hochsommers wird allen Autofahrern empfohlen, bei wirklich jeder Fahrt ausreichend Getränke mitzuführen. Denn Hitze in einem stehenden Auto kann auch bei kurzen Wartezeiten schnell lebensbedrohlich werden.
