Zur Ausstellung
© Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-DiktaturTrotz mehr als 30 Jahren deutscher Einheit halten sich Klischees über Frauen aus Ost- und Westdeutschland hartnäckig. Während die „Westfrau“ oft entweder als Heimchen am Herd oder als knallharte Karrierefrau beschrieben wird, gilt die „Ostfrau“ hingegen als taffe Arbeiterin oder auch als Rabenmutter, die ihre Kinder der Krippe überlässt. Doch woher kommen diese Stereotype und welche historischen Wurzeln haben sie?
Diesen Fragen widmet sich anlässlich des 35. Jahrestages der deutschen Einheit die Plakatausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“, die Clara Marz für die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur kuratiert hat. Die lokale Realisation ist eine Kooperation des Zonengrenz-Museums mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Helmstedt.
Es ist Anliegen der Ausstellung, die vielfältigen Erfahrungen von Frauen sichtbar zu machen und deren deutsch-deutsche Lebenswirklichkeiten mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden aufzuzeigen. Zugleich wirft die Ausstellung die Frage auf, ob Frauen in beiden deutschen Staaten trotz unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen ein gemeinsames Streben nach Selbstbestimmung in einem männlich geprägten System verband.

