Neu gestaltet wurden der Schulhof und die Sportfläche am Julianum. Entstanden ist ein Kunstrasenplatz für Hockey und Fußball, ein Beachvolleyballfeld, Geräte für Calisthenic (Krafttraining, das ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführt wird), eine Hochsprung- und Kugelstoßanlage, Tischtennisplatten, sowie eine kleine Sitztribüne und auf dem Schulhof unter anderem verschiedene Sitzbereiche, ein Basketballfeld und Möglichkeiten zum Klettern, für Minisoccer und Schach.
Auf 6000 m² wurden außerdem neues Pflaster gelegt und etwa 5200 Pflanzen gepflanzt. All das geschah in den vergangenen rund 14 Monaten während des laufenden Schulbetriebs, was insbesondere während der Abiturphase nicht immer einfach war.
„Hier ist etwas ganz tolles für den Sport, für die Menschen in Helmstedt und besonders natürlich für die Schülerinnen und Schüler des Julianum entstanden. Ja, es ist aufgrund des Zeitverlaufs, auch wegen der Corona-Zeit teurer geworden und hat länger gedauert. Aber der Landkreis, die Kreispolitik haben hier richtig entschieden und gesagt: Wir schaffen hier einen offenen, modernen Raum für den Sport und die Schule und damit auch einen hohen Freizeitwert für die Bevölkerung“, sagte Landrat Gerhard Radeck im Rahmen der feierlichen Übergabe des Sportcampus.
Auch Schulleiter Lars Herrmann freute sich über die Fertigstellung: „Ich bin begeistert, die Anlage ist toll geworden und vormittags sehen Sie hier auch, wie gern und gut sie angenommen wird von den Schülerinnen und Schülern.“
Helmstedts Bürgermeister Wittich Schobert lobte die Zusammenarbeitet: „Großes Kompliment an alle Baufirmen, aber auch die Planungsbüros, die Bauverwaltung, der Sportcampus ist wirklich schön, ein großer Dank gilt hier auch dem Kreistag und dem Landkreis, dass diese Investition möglich gemacht wurde.“
Finanziert wurde der neue Sportcampus durch Bundesfördermittel von rund 2,7 Millionen Euro, die vom Landkreis ergänzt wurden um noch einmal gut 3,3 Millionen Euro.
Über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“
Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK) unterstützt Städte und Gemeinden deutschlandweit bei der Sanierung und Modernisierung ihrer sozialen Infrastruktur. Es wurde erstmals im Jahr 2015 aufgelegt. Für die Förderrunden bis zum Jahr 2021 wurden insgesamt 1,54 Mrd. Euro im Haushalt des Bundesbauministeriums zur Verfügung gestellt. 905 Projekte wurden für eine Förderung ausgewählt. Für die Förderrunden der Jahre 2022 und 2023 hat der Deutsche Bundestag im Wirtschaftsplan des Sondervermögens „Klima- und Transformationsfonds“ weitere rund 645 Mio. Euro bereitgestellt und insgesamt 222 Projekte für eine Förderung ausgewählt. Mit über 80 Prozent aller geförderten Projekte bilden Sportstätten den Schwerpunkt des Programms.
Im Fokus stehen das soziale Miteinander und der Klimaschutz. Gefördert werden investive Maßnahmen – Sanierungen und in Ausnahmefällen auch Ersatzneubauten – mit besonderer regionaler und überregionaler Bedeutung sowie sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre energetischen Wirkungen und Anpassungsleistungen an den Klimawandel. Die Projekte sind außerdem von beachtlicher Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Integration in der Kommune.
Im Jahr 2025 wurde das Bundesprogramm SJK durch das ausschließlich auf die Förderung von Sportstätten beschränkte Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) abgelöst. Hierfür stehen in den Wirtschaftsplänen 2025 und 2026 des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ Programmmittel in Höhe von insgesamt 916 Mio. Euro bereit.
Beide Programme liegen in der Zuständigkeit des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
