Der Ratssaal der Samtgemeinde war bis auf den letzten Platz gefüllt bei der Auftaktveranstaltung in Grasleben. Erster Kreisrat Torsten Wendt, als Vorstand zuständig unter anderem für den Katastrophenschutz, Jörg Schäfer-Scholz, Abteilungsleiter Brand- und Katastrophenschutz sowie Kreisbrandmeister Maik Wermuth führten mit wichtigen Informationen zum Katastrophen-, Zivil- und Bevölkerungsschutz durch den Abend und beantworteten Fragen.
Diese kamen zahlreich aus dem Publikum: Wie lange zum Beispiel sind die Krankenhäuser im Fall eines Stromausfalls noch versorgt? Wie stellen die Feuerwehren die Kommunikation sicher? Und hängt alles nur an den Feuerwehren, wenn es zu einer Krise kommt?
Besonders die letzte Frage zu beantworten, ist Torsten Wendt ein Anliegen: „Wir sind auf Ihre Mithilfe, die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Feuerwehren, THW, Rettungsdienste und auch die Kreisverwaltung stellen im Katastrophenfall einiges bereit. Aber ohne Nachbarschaftshilfe und eine informierte Bevölkerung, die sich in leistbarem Umfang selbst vorbereitet und auch Hilfebedürftigen in der Nachbarschaft zur Seite steht, geht es nicht“, so Wendt. Es gehe nicht darum, Angst oder Panik zu verbreiten, sondern einfach vernünftige Vorsorge für den Fall der Fälle zu betreiben.
Dazu gehöre unter anderem, immer einen gewissen Bestand an haltbaren Lebensmitteln im Haus zu haben und regelmäßig zu erneuern. Keine Tiefkühlkost, sondern möglichst in Dosen – denn die überdauern auch einen längeren Stromausfall. Außerdem sollte die Hausapotheke mit individuell notwendigen Medikamenten immer aktuell und aufgefüllt sein. Ausreichend Batterien, ein batteriebetriebener UKW-Radioempfänger, Frischwasser für mindestens 3-4 Tage sollten ebenfalls in jedem Haushalt vorhanden sein.
Im Katastrophenfall stehen an 30 zentralen Orten im Landkreis sogenannte „Katastrophenschutz-Leuchttürme“ bereit. Sie bieten eine Grundausstattung, Kommunikationsmöglichkeiten und sind Anlaufstelle für Menschen, die im Notfall Hilfe brauchen.
Die ersten Reaktionen auf die neue Veranstaltungsreihe waren postiv, so Jörg Schäfer-Scholz von der Abteilung Katastrophenschutz des Landkreises: „Wir freuen uns natürlich, wenn die Menschen das Angebot annehmen und sich informieren. Und wenn Bedarf oder Interesse besteht, noch weitere Abende zu organisieren, vielleicht auch in kleineren Gemeinden, dann melden Sie sich und dann kommen wir gern!“
Die Veranstaltungen sind öffentlich, eine Anmeldung nicht erforderlich. Bisher geplant sind folgende weitere Termine:
02.12.25, 17:00 – 19:00 Uhr, Stadt Schöningen, Ratssaal der Stadt
04.12.25, 17:00 – 19:00 Uhr, Gemeinde Lehre, Foyer Börnekenhalle
15.12.25, 18:00 – 20:00 Uhr, Samtgemeinde Nord-Elm, Burg Warberg (Erwin-Fromme-Aula)
16.12.25, 17:00 – 19:00 Uhr, Samtgemeinde Velpke, Schützenheim Velpke
14.01.26, 17:00 – 19:00 Uhr, Stadt Helmstedt-Offleben, Dorfgemeinschaftshaus
15.01.26, 17:00 – 19:00 Uhr, Stadt Helmstedt, Ratssaal der Stadt
19.01.26, 17:00 – 19:00 Uhr, Samtgemeinde Heeseberg, Feuerschutzzentrum Jerxheim
Alle wichtigen Infos rund um den Katastrophenschutz, unter anderem Hörbeispiele für die Warnsignale der neuen Sirenen im Landkreis und die Liste der Standorte der Katastrophenschutz-Leuchttürme sind ab sofort gebündelt auch auf der Homepage das Landkreises unter www.landkreis-helmstedt.de/katastrophenschutz abrufbar.

