Die Prüfungsmitteilung bestätigt, dass der Landkreis Helmstedt wichtige Voraussetzungen für einen wirksamen Kinderschutz geschaffen hat. Das Jugendamt Helmstedt hat den Kinderschutz auch unter den erschwerten Bedingungen aufgrund hoher Zahlen unbegleiteter minderjähriger Ausländer sicherstellen können. So nutzt das Jugendamt ein Verfahren zur Personalbemessung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und gewährleistet eine Rufbereitschaft für Inobhutnahmen außerhalb der regulären Dienstzeiten. Damit ist sichergestellt, dass Kinder und Jugendliche auch in akuten Krisen- und Gefährdungssituationen jederzeit geschützt werden können.
Gleichzeitig macht die Prüfung deutlich, dass die Jugendämter landesweit vor erheblichen Herausforderungen stehen. Dazu zählen insbesondere der Fachkräftemangel, steigende und komplexere Bedarfe der betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie die schwierige Suche nach geeigneten Unterbringungsplätzen. Diese Entwicklungen betreffen auch den Landkreis Helmstedt.
Petra Kantenwein, Leiterin Geschäftsbereich JugendPositiv hervorgehoben werden die Maßnahmen, mit denen der Landkreis auf diese Herausforderungen reagiert. So beteiligt sich das Jugendamt seit 2023 gemeinsam mit vier weiteren Kommunen und einem freien Träger an einem Projekt zur Schaffung einer Wohngruppe für Kinder und Jugendliche mit besonders herausfordernden Verhaltensweisen. Darüber hinaus wurden die Stellen für Jugendhilfeplanung und Fachcontrolling wieder vollständig besetzt und als verbindlicher Bestandteil der strategischen Steuerung des Jugendamtes verankert.
„Die Prüfung bestätigt, dass das Helmstedter Jugendamt auch unter ausgesprochen schwierigen Rahmenbedingungen eine verantwortungsvolle und engagierte Arbeit leistet. Für diesen Einsatz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen danke ich unsere Mitarbeitenden ausdrücklich“, erklärt Petra Kantenwein, Leiterin des Geschäftsbereichs Jugend.
Der Landkreis Helmstedt wird die Ergebnisse der Prüfung nutzen, um bestehende Strukturen weiterzuentwickeln und die Qualität des Kinderschutzes auch künftig nachhaltig zu sichern. Ziel bleibt es, Kindern und Jugendlichen in Notsituationen schnell, verlässlich und bedarfsgerecht Hilfe und Schutz zu bieten.

