„Mit dem Dach schützen wir vor allem den Waggon, der schon in den vergangenen zwei Jahren, seit er hier steht, dem Wetter ausgesetzt war. Die historische Substanz des 1960 gebauten Wagens lässt sich so sehr viel leichter erhalten“, freut sich Dr. Matthias Meinhardt über die nun begonnenen Bauarbeiten.
Die Überdachung des Waggons soll aber auch den Charakter eines Bahnsteigs herstellen, was die Bedeutung des Militärbegleitwaggons für den Grenzverkehr per Bahn unterstreicht. Nur drei dieser originalen Waggons, die im innerdeutschen Bahnverkehr vom US-Militär eingesetzt wurden, sind weltweit vorhanden.
Nach einer Ausleihe nach Südkorea und einer anschließenden Restaurierung wurde der Waggon im September 2023 an seinem jetzigen Standort
aufgestellt. Gab es zunächst noch Diskussionen über die Aktion, hat sich der Waggon vor dem Kreishaus inzwischen zu einem Markenzeichen entwickelt. In der Helmstedter Kulturnacht am 13. September wollten mehr als 150 Menschen den Waggon besichtigen.
„Ich bekomme Anfragen für Besichtigungen aus ganz Deutschland, zum Teil auch aus dem Ausland. Immer wieder stehen dort Besucherinnen und Besucher und fotografieren sich vor dem Waggon. Manchmal sind es Gruppen, die gar nicht deswegen hier in Helmstedt sind, aber dann dieses Motiv wählen“, so Museumsleiter Meinhardt.
Künftig soll der nun überdachte Waggon eingebunden werden in das neue Konzept des Zonengrenzmuseums, das einen Schwerpunkt auf da Thema „innerdeutscher Bahnverkehr“ zur Zeit der deutschen Teilung legen wird.

