Dass es Verwaltungsberufe schwer haben auf der Beliebtheitsskala von Schülerinnen und Schülern, zeigte sich gleich morgens kurz nach der Begrüßung der Schüler durch den Ersten Kreisrat Torsten Wendt, der als Vorstand auch zuständig für den Bereich Schule ist. Wer von den 12-15jährigen überhaupt schon eine Vorstellung von seinem späteren Arbeitsleben hat, nannte Berufswünsche wie Arzt, Ingenieur, aber auch Lehrer, Pilot oder „etwas im Handwerk“.
„Genau das ist ja der Grund, warum wir als Landkreis Helmstedt mitmachen beim Boys Day. Wir haben so viele verschiedene Aufgabenbereiche im Landkreis. Verwaltungsfachangestellte können in allen Bereichen tätig sein, von A wie Ausländerbehörde bis Z wie Zulassungsstelle, aber wir können auch Handwerker in der Straßenmeisterei gebrauchen, Ärzte im Gesundheitsamt oder Ingenieure im Bauamt“, sagt Torsten Wendt und fügt schmunzelnd hinzu: „Nur für Piloten müssten wir noch das passende Gerät beschaffen.“
Für die Jungen ging es nach der Begrüßung in diesem Jahr in die Geschäftsbereiche Soziales, Jugend und Gesundheit, wo sie an verschiedenen Stationen die Tätigkeitsfelder kennenlernten. So wurde im Sozialamt am Praxisbeispiel dargestellt, wie die Hilfe für Menschen in besonderen Lebenslagen konkret abläuft.
Im Jugendamt kam es zum „Speeddating“: Sonst hätten die Schüler es kaum geschafft, alle Aufgabenbereiche überhaupt kennenzulernen.
Ob sich die Berufswünsche der Jungen nun geändert haben, ist nicht bekannt. Mitgenommen haben die Schüler in jedem Fall viele Informationen, einen interessanten Tag – und einen kleinen Preis, den es beim Kahoot-Quiz rund um Helmstedt nach dem Mittagessen gab.
Ein großer Dank gilt den Auszubildenden und Nachwuchskräften beim Landkreis, die bei der Organisation geholfen und sich um die Schüler beim Boys Day gekümmert haben.
