Großsteingrab am Sandteich in Süpplingenburg
Am Sandteich stehen die umgesetzten Steine (um 3500 vor Chr.) eines Großsteingrabes aus Knollenquarzit. Sie sind 1977 und 1978 auf einem Acker, ca. 1 km nordöstlich von Süpplingenburg ausgegraben worden ist. Der Flurname "Hühnenkamp" hatte die Erinnerung an ein ehemaliges Großsteingrab bewahrt.
Zufahrt:
An der Straße von Emmerstedt nach Süpplingenburg, am Ortseingang linkerhand der Sandteich. Das umgesetzte Großsteingrab liegt an der östlichen Seite des Teichs am Weg, der um den Teich herumführt.
Die Steine am Sandteich
Die Steine am Sandteich sind in den 80er Jahren vom Grabungsort hierher versetzt worden. Zu sehen sind 12 Steinblöcke aus Knollenquarzit - ein Gestein, aus dem auch die Lübbensteine erbaut sind. Die jetzige Aufstellung deutet eine Grabkammer mit einem noch vorhandenen Deckstein an. Dieser Deckstein trägt auf seiner Oberseite auffallend viele kleine Vertiefungen. Obwohl sie an einen Schalenstein erinnern, sollen sie laut geologischer Bestimmung natürlichen Ursprungs sein.
Ein Großsteingrab auf dem Hühnenkamp
Die Steine am Sandteich sind 1977 und 1978 auf einem Acker, ca. 1 km nordöstlich von Süpplingenburg ausgegraben worden ist. Der Flurname "Hühnenkamp" hatte die Erinnerung an ein ehemaliges Großsteingrab bewahrt. Die Steine waren, da sie bei der Bestellung des Feldes störten, im Mittelalter oder in der Neuzeit umgelagert und versenkt worden. Erst als 1976 der Pflug erneut auf die Steine stieß, wurden unter Leitung des damaligen Bezirksarchäologen H. Rötting die Überreste des Grabes ausgegraben. 14 Steinblöcke aus Knollenquarzit wurden damals freigelegt. Eine genaue Rekonstruktion der ursprünglichen Grabkammer war aufgrund der starken Verlagerungen nicht möglich.
Von den ehemaligen Bestattungen im Inneren der Grabkammer zeugten ein verziertes Tongefäß der Trichterbecherkultur, ein Steinbeil und mehrere Feuersteingeräte. Sie ermöglichen auch eine Annäherung der Erbauungszeit um 3500 vor Chr.
Die monumentalen Gräber aus großen Gesteinsblöcken waren gemeinsame Bestattungsplätze einer Großfamilie oder Sippe. Sie waren heilige Plätze, wo in Ritualen die Gemeinschaft mit den Ahnen gepflegt wurde. Der Bau der Großsteingräber bedeutete eine enorme Leistung der gesamten Siedlungsgemeinschaft. Über den Bau dieser Monumente mit den einfachen technischen Hilfsmitteln der Steinzeit können Sie sich auf dem archäologischen Lehrpfad "Baustelle Großsteingrab" (Link) in Groß Steinum informieren.
Ein Großsteingrab bestand aus der Grabkammer und einem Erdhügel, der darüber aufgeschüttet war. Dieser konnte von einer äußeren Steinumfassung begrenzt sein.
Das Großsteingrab als Traditionsplatz
Das Großsteingrab ist offensichtlich auch während späterer Epochen als heiliger Platz betrachtet worden. Im Randbereich des Erdhügels, der einst über der Kammer aufgeschüttet war, sind fünf Urnen aus dem 3. Jahrhundert nach Chr. gefunden worden. Germanische Siedler bestatteten in der Nähe und im Schutz des alten Monumentes ihre Toten.


