Süpplingenburg in Süpplingenburg
Die Süpplingenburg war im Mittelalter eine der wichtigsten Burgen des Helmstedter Raumes. Am Kreuzungspunkt alter Verkehrswege war sie in der Schunterniderung errichtet worden. Die Wasserburg lag ehemals rund um die romanische St. Johanniskirche.
Die Süpplingenburg, ehemalige Wasserburg und Stammsitz Kaiser Lothars III.
Zufahrt:
Die Wasserburg lag ehemals rund um die romanische St. Johanniskirche. Diese steht im Ort Süpplingenburg. Von Emmerstedt kommend der Helmstedter Straße, dann der Staße am Lindenberg durch den Ort folgen bis zur scharfen Linkskurve Richtung Schickelsheim. Hier geradeaus bis zum Platz um die Kirche.
Wo ist denn hier eine Burg?
Von der ehemaligen Wasserburg und ihrer Bebauung zeugt nur noch die Stiftskirche St. Johannis. Die restlichen Gebäude der Burg wurden Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen und der Burggraben zugeschüttet.
Am Kreuzungspunkt alter Verkehrwege
Die Süpplingenburg, im Mittelalter eine der wichtisgten Burgen des Helmstedter Raumes, war auf einer leichten Anhöhe, die weit in die sumpfige Schunterniederung hineinragt, errichtet worden. Der Platz bot einer Burg idealen Schutz. Wenig östlich führte einer der ältesten Süd-Nord-Verkehrswege unserer Region, der alte Salzweg, an der Burg vorbei. Im 11. Jahrhundert wurde auch die wichtige West-Ost-Fernhandelsstraße von Braunschweig nach Magdeburg mitten über das Burggelände gelegt. Die Süpplingenburg lag somit an einem wichtigen Kontrollpunkt für die Infrastruktur.
Stammsitz Kaiser Lothars III.
Vermutlich im 10. Jahrhundert errichteten die Grafen von Haldensleben in der Schunterniederung eine erste Burg. Sie fiel durch Heirat an den Grafen Gebhard, den Vater Kaiser Lothars III. von Süpplingenburg. Das Grafengeschlecht nannte sich nach seinem Stammsitz und Herrschaftszentrum „Grafen von Süpplingenburg”. Um 1130 gründete Lothar III. auf der Burg ein Kollegiatstift, d. h. eine Gemeinschaft mehrerer Kleriker unter Leitung eines Propstes, und ließ die St. Johanniskirche als Stiftskirche errichten.
Stift, Kommende, Domäne
Unter Heinrich dem Löwen wurde wurde das Stift an den Templerorden übergeben, der hier seine erste Komturei in Norddeutschland einrichtete. Nach Aufhebung der Templer übertrug der Braunschweiger Herzog die Süpplingenburg an die Johanniter, die sie 1357 bis 1820 als Komturei innehatten. 1820 wurde sie herzogliche Domäne, ab 1965 privatisiert und aufgesiedelt.
Kernburg, Wassergraben und Vorwerk
Die Süpplingenburg war seit dem 12. Jahrhundert eine Wasserburg. Die ca. 70 x 70 m große Kernburg, zunächst mit den Stiftsgebäuden, später mit Herrschafts-, Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäudenße, war von Aussenmauer, Wassergraben und Wall umgeben. Nach Norden schloss sich das Vorwerk mit dem Wirtschaftshof an. Zwischen Kern- und Vorburg verlief der Fernweg von Hildesheim nach Magdeburg.

